Mühle, Kirchen, Fachwerkhäuser: Rund um Rückmarsdorf (7 km)
Foto: Andreas Döring
Karen Schüttrich (44) ist Ergotherapeutin aus Leipzig und „läuft schon ewig, aber mit Unterbrechungen“. Zweimal oder dreimal die Woche, aber eben nicht regelmäßig. Mitunter tut es auch das Fitnessstudio. Gelegentlich nimmt Schüttrich an Läufen teil, beispielsweise um den Markkleeberger See oder auch um den Auensee. Laufen sei für sie Ausgleich zum Beruf. „Und außerdem könnte ich ja Kindern mit motorischen Problemen, die zu viel fernsehen oder Computer spielen, nicht Bewegung empfehlen, wenn ich selbst nichts täte,“ meint sie selbstkritisch. Ihr großes Ziel: Anfang September in Halle beim Mitteldeutschen Marathon die Halbmarathondistanz schaffen.
Wir treffen uns am Friedhof in Rückmarsdorf. Schüttrich zieht mit großen Sprinterschritten los. Es geht die alte Dorfstraße hinab bis zum Schwanenweg und dort links weg. Vom Wachberg zur Linken grüßt der Turm herüber. Schnell wird klar, dass Rückmarsdorf nicht nur Gewerbegebiet ist, sondern dass es auch viele reizvolle Ecken mit dörflichen Charakter hat. Weinbewachsene alte Fachwerkhäuser zum Beispiel oder unberührte Natur im Landschaftsschutzgebiet.
Wir biegen an der Teichmühle ab und nehmen nun das Kopfsteinplaster unter die Füße. Dann geht es wieder nach links. Vor einem Grundstück führt der schmale Weg rechts auf einer mehr schlecht als recht betonierten Straße nach unten. Dort passieren wir eine Brücke und erreichen am anderen Ufer einen breiten Feldweg. Ein Kilometer liegt hinter uns. Der Feldweg endet direkt in einer Biegung der Rückmarsdorfer Straße. Wir halten uns links auf dem Fußgängerweg und passieren das Ortseingangsschild Frankenheim.
„Am liebsten laufe ich im Regen oder im frisch gefallenen Schnee“, bekennt Schüttrich. Für ihre Strecke spreche, dass sie nicht so befahren sei und man trotzdem immer auch Leute treffe. Die Steigungen machten sie darüber hinaus abwechslungsreich.
In Höhe der Kirche auf der rechten Seite erreichen wir Kilometer zwei und biegen dann nach links in die Markranstädter Straße. Ein Haken rechts, ein Haken links, dann führt der Weg über eine neue Asphaltstraße. Nach knapp drei Kilometern entscheiden wir uns links für die Pristeblicher Straße. Rechts vor uns sehen wir die wieder aufgebaute Bockwindmühle. Wir bleiben auf dem breiten Fußweg und überqueren die Straße Am Bogen. Danach geht es ebenfalls über die Bienitz-Straße.
Hier befindet sich Kilometer vier. Bevor die Tour wieder aus dem Ort herausführt, taucht rechts eine weitere Kirche auf. Nach einer kleinen Brücke schließlich führt die Straße nach oben und an der Abzweigung nach links haben wir fünf Kilometer hinter uns. Wir überqueren die Miltitzer Straße, biegen noch einmal nach links und traben auf dem breiten Fahrradweg wieder in Richtung Rückmarsdorf. Hinter der kleinen Verkehrsinsel sind es dann sechs Kilometer. Per Fußgängerüberweg erreichen wir die linke Straßenseite. Dort biegen wir zwischen den markierten Pfosten in die Alte Dorfstraße. Die zieht sich allmählich nach oben Richtung Ziel, wo knapp sieben Kilometer zu Buche stehen.
Roland Herold, Leipziger Volkszeitung
