Flinke Füße am Fuchsberg: Von Sommerfeld nach Taucha (10 km)
Foto: Christian Nitsche
Frank Benkert (53), Diplommathematiker und bei der Deutschen Rentenversicherung tätig, läuft seit fünf Jahren regelmäßig. Früher hat er Volleyball gespielt, später wurde er dann durch einen Kollegen „umgeschult“. Seither trainiert er ein- bis zweimal die Woche. Dazu kommen regelmäßiges Schwimmen und die Fahrradtouren zur Arbeit („Da bekommt man den Kopf frei“). Und weil das alles irgendwie gut harmoniert, nimmt Benkert mittlerweile auch am Triathlon teil, beispielsweise in Kulkwitz. „Meine längste Laufstrecke bisher war der Halbmarathon – in zwei Stunden und fünf Minuten“, erzählt Benkert.
Seine Lieblingsstrecke beginnt hinterm Paunsdorf-Center. Wir überqueren die vielbefahrene Straße, biegen nach rund 300 Metern nach rechts und lassen damit vorerst auch den Lärm hinter uns. Am Sommerfelder Weg führt die Strecke vorbei an Einfamilienhäusern. Noch eine Kurve nach links, dann laufen wir über einen etwas holprigen Feldweg. „Am liebsten ist mir, wenn die Strecke abwechslungsreich ist“, bekennt Benkert.
Nach 1,5 Kilometern halten wir uns links, der gut asphaltierte Fußgänger- und Fahrradweg führt in leichtem Anstieg zunächst über die B 6 und bald darauf auch über die A 14. Hier hat man eine gute Sicht auf den Heiterblick und außerdem früh den Eindruck, dass diese Strecke doch recht schnell ist.
„Am Wochenende ist es natürlich ruhiger“, sagt Benkert, während es unter uns rauscht. 2,5 Kilometer sind absolviert beim Passieren einer Abzweigung zum Fuchsberg (136 Meter Höhe) auf der rechten Seite. Hier werden wir später zurückkommen. Unter den Hochspannungsleitungen sind es dann drei Kilometer. Die Tour verläuft weiter in kleinen Wellen nach oben oder nach unten.
Rechts grüßt schon Taucha per Ortseingangsschild, dahinter liegt links ein Supermarkt: 4 Kilometer. Der Fußweg wird schmaler, so dass es sich empfiehlt, auf die rechte Seite zu wechseln. 500 Meter weiter biegt die Strecke nach rechts in die Kriekauer Straße. Auch hier verläuft die glatte Asphaltpiste zunächst leicht nach unten (Kilometer 5 am Sportplatz), um dann allmählich wieder anzusteigen. Auf der Höhe des Ortseingangsschildes Plösitz überqueren wir die Straße nach rechts, um dort in einen breiten Weg voller Split Richtung Fuchsberg einzubiegen. 200 Meter weiter: Kilometer 6. Nach nochmals 300 Metern führt der Weg nach rechts. Unter den Hochspannungsleitungen liegt Kilometer 7.
Kurioserweise sieht man von hier aus den Fernverkehr auf der A 14 und hat den Eindruck, dass man direkt auf die Fahrbahnen zuläuft. Nur kurz danach aber haben wir wieder den Fahrradweg vor der Autobahn erreicht und spurten dort nach links zurück. Auf der Brücke über die A 14 wird Kilometer 8 passiert. Nach dem Ortseingangsschild Leipzig führt die Strecke wieder nach rechts. 100 Meter weiter wartet Kilometer 9: Endspurt ist angesagt. Vor der Rückseite des Paunsdorf-Centers zeigt der Entfernungsmesser rund 10 Kilometer, die Stoppuhr misst etwas mehr als 52 Minuten. Und Frank Benkert kann – dank Gutscheins – seinen nächsten Lauf in neuen Schuhen absolvieren.
Roland Herold, Leipziger Volkszeitung
